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Cantata BWV 205a
Blast Lärmen, ihr Feinde!
Original German Text
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Drama per Musica |
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Original German Text |
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1 |
Coro |
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Tutti: Blast Lermen, ihr Feinde! verstärcket die Macht, Mein Helden-Muth bleibt unbewegt. Blitzt, donnert und kracht, Zerschmettert die Maurern, verbrennet die Wälder. Verwüstet aus Rachgier die Aecker und Felder. Und kämpft bis Roß und Mann erlegt. |
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2 |
Recitativo (Tapferkeit) |
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Ja, ja! |
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3 |
Aria (Tapferkeit) |
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Nun blühet das Vergnügen, |
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4 |
Recitativo (Gerechtigkeit) |
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Und wie? Hat mein August, |
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5 |
Aria (Gerechtigkeit) |
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Herr! Dein Eifer vor die Rechte |
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6 |
Recitativo (Tapferkeit?, Gnade?) |
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Der Unterthan ist nun erfreut, |
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7 |
Aria (Gnade) |
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Laßt uns zum Augusto fliehen, |
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8 |
Recitativo (Gnade, Pallas) |
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Gnade: Der Chur-Hut wird vor heute abgelegt, Und da mein Fürst auch Kron und Purpur trägt, So können wir mit gutem Grunde hoffen, Es steh uns nun der Weg zu größrer Gnade offen. |
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Pallas: Wohlan! so will ich mich Auch jetzt zu Deinem Throne wagen, Und Dir in Unterthänigkeit, Bey dieser höchst-beglückten Zeit, Des Geistes treue Regung sagen; Doch, ich will lieber schweigen. |
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Gnade und Pallas: Nein, nein!/Doch nein! er wird sich gegen dich,/mich, Als wie ein Vater, zeigen. |
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9 |
Aria (Pallas) |
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Großer König unsrer Zeit! |
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10 |
Recitativo (Pallas, Tapferkeit) |
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Pallas: Großmächtigster August! Laß Dir diß Ehrfurchts-volle Bitten Nur nicht zuwider seyn, Die Ruhe, so die Musen lieben, Hat mich hierzu vor dißmahl angetrieben. |
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Tapferkeit: So höre an, Was mir Dein Herr, Dir zu berichten, kund gethan: Erschützet Deine Ruh, Und sagt Dir Friede zu, Nur sollt du Ihm auch Seinen Willen In allen suchen zu erfüllen. |
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Pallas: Mein König! mein August! Der Pierinnen Freud und Lust. |
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Tapferkeit: Dein König, dein August. |
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Pallas: Du Schutz-Herr meiner Ruh! |
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Tapferkeit: Der Schutz-Herr deiner Ruh! |
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Pallas: Du sollt in der noch späten Zeit, Die Dir Dein Name Prophezeyht, Von mir verehret werden. |
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Tapferkeit: Dein König, dein August, Der Pierinnen Freud und Lust, Der Schutz-Herr deiner Ruh, Soll auch in der noch späten Zeit, Die Ihm Sein Nahme prophezeyht, Von dir verehret werden. So lebe nunmehr ohne Schrecken, Ich werde selbst den Helicon bedecken. |
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11 |
Aria (Tapferkeit) |
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So lebet, ihr Musen! auf Helicons-Höhen, |
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12 |
Recitativo (Gerechtigkeit, Gnade, Pallas) |
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a 3.: Ihr Söhne, laßt doch künfftig lesen, Was euch Augustus Guts gethan, Damit die Nachwelt sehen kan, Sein Ruhm sey Cronen-werth gewesen. |
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Gerechtigkeit: Dein König wird, ohn Ansehn der Personen, Fleiß und Gelehrsamkeit belohnen. |
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Gnade: So viele Tropfen heilig Oel Bey seiner Salbung heute fließen; So viele Huld soll auch dein Musen-Chor genüssen. |
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Pallas: Nun trifft es ein, Was ich schon längst gedacht: Augustus kan mit Recht ein Gott der Erden seyn. |
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Gerechtigkeit und Gnade: Wir bleiben billig bey dir stehn, Und wollen, gleichwie du, des Königs Ruhm erhöhn. |
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13 |
Aria (Gerechtigkeit, Gnade) |
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Gerechtigkeit: Schwartze Raben Werden eher Schwäne haben, Eh August die Rechte bricht; |
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Gnade: Und das helle Sonnen-Licht Eher diese Welt verlassen, Eh August die Sanfftmuth hassen. |
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Gerechtigkeit, Gnade: Der Eifer zu strafen,/Die Liebe zu seegnen, verewigt den Held, Und macht Ihn zum Wunder der künfftigen Welt. |
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14 |
Recitativo |
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Pallas: Wohlan! wir wollen uns mit viel Ergötzen Auf meines Berges Spitzen setzen; Ein jeder Musen-Sohn Nimmt euch mit tausend Freuden auf. Ihr Winde! fliegelt euren Lauf, Ihr sollt, was jetzt der Sachsen Musen singen, Vor unsers Königs Throne bringen. |
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15 |
Coro |
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Tutti: Vivat! August, August, Vivat! Bis der Bau der Erden fällt. Herr! Dein Königlich Erhöhen Laß Dein Hohes Wohlergehn In erwünschtem Wachsthum stehen, Alsdenn ists wohl um Reich und Land bestellt. |
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Contributed by Aryeh Oron (July 2005)
Cantatas BWV 205 & BWV 205a
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Last update: ýJuly 27, 2005 ý08:11:51