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Cantata BWV 116
Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
Discussions - Part 1

BWV 116 text of hymn

Francis Browne wrote (April 23, 2003):
The text of next week's cantata is based on a hymn by Jakob Ebert, set to music by Bartholomäus Gesius 1601. According to Durr the hymn has 7 stanzas . Searching on the internet and in my local library I have been able to find only the four stanzas I print below. Is anyone able to supply the missing three stanzas or to direct me to where they may be found ? Many thanks for any help.

Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
Jakob Ebert 1601

Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
wahr Mench und wahrer Gott,
ein starker Nothelfer du bist
im Leben und im Tod
Drum wir allein
im Namen dein
zu deinem Vater schreien.

Recht große Not uns stößet an
von Krieg und Ungemach,
daraus uns niemand helfen kann
denn du; drum führ die Sach.
Den Vater bitt,
Daß er ja nit
im Zorn mit uns verfahre.

Gedenke, Herr, jetzt an dein Amt,
daß du ein Friedfürst bist,
und hilf uns gnädig allesamt
jetzt und zu aller Frist.
Laß uns hinfort
Dein göttlich Wort
im Fried noch länger schallen.

Erleucht auch unser Sinn und Herz
Durch den Geist deiner Gnad,
Daß wir nicht treiben draus ein Scherz,
Der unsrer Seelen schad.
O Jesu Christ,
Allein du bist,
Der solchs wohl kann ausrichten

egb 422

Pieter Pannevis wrote (April 23, 2003):
Du Friedefürst, Herr Jesu Christ

1. Coro
Corno col Soprano, Oboe d'amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo

Du Friedefürst, Herr Jesu Christ,
Wahr' Mensch und wahrer Gott,
Ein starker Nothelfer du bist
Im Leben und im Tod.
Drum wir allein
Im Namen dein
Zu deinem Vater schreien.

2. Aria A
Oboe d'amore solo, Continuo

Ach, unaussprechlich ist die Not
Und des erzürnten Richters Dräuen!
Kaum, daß wir noch in dieser Angst,
Wie du, o Jesu, selbst verlangst,
Zu Gott in deinem Namen schreien.

3. Recitativo T
Continuo

Gedenke doch,
O Jesu, daß du noch
Ein Fürst des Friedens heißest!
Aus Liebe wolltest du dein Wort uns senden.
Will sich dein Herz auf einmal von uns wenden,
Der du so große Hülfe sonst beweisest?

4. Aria (Terzetto) S T B
Continuo

Ach, wir bekennen unsre Schuld
Und bitten nichts als um Geduld
Und um dein unermeßlich Lieben.
Es brach ja dein erbarmend Herz,
Als der Gefallnen Schmerz
Dich zu uns in die Welt getrieben.

5. Recitativo A
Violino I/II, Viola, Continuo

Ach, laß uns durch die scharfen Ruten
Nicht allzu heftig bluten!
O Gott, der du ein Gott der Ordnung bist,
Du weißt, was bei der Feinde Grimm
Vor Grausamkeit und Unrecht ist.
Wohlan, so strecke deine Hand
Auf ein erschreckt geplagtes Land,
Die kann der Feinde Macht bezwingen
Und uns beständig Friede bringen!

6. Choral
Corno e Oboe d'amore I e Violino I col Soprano, Oboe d'amore II e Violino II coll'Alto, Viola col Tenore, Continuo

Erleucht auch unser Sinn und Herz
Durch den Geist deiner Gnad,
Daß wir nicht treiben draus ein Scherz,
Der unsrer Seelen schad.
O Jesu Christ,
Allein du bist,
Der solchs wohl kann ausrichten.

I listen to Bach to clear my head, first thing in the morning, starting the day and last thing at night. He's my handle on the possibility of continuing human-ness and human creativity in an increasingly inhumane and destructive world.

Francis Browne wrote (April 23, 2003):
[To Pieter Pannevis] Thank you Pieter , but I have already translated the text of the cantata itself (which is what you have sent). The first and last stanzas are, as usual in chorale cantatas, the same as the hymn, but the intervening movements (2-5) are a paraphrase of the hymn, and it is the original stanzas for which I am looking.Many thanks anyway.

Thomas Braatz wrote (April 23, 2003):
Jakob Ebert 1601

Gesangbuch Dresden 1725

1. Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
wahr Mensch und wahrer Gott,
ein starker Nothelfer du bist
im Leben und im Tod.
Drum wir allein
im Namen dein
zu deinem Vater schreien!

2. Recht große Not uns stößet an
von Krieg und Ungemach,
daraus uns niemand helfen kann
denn du; drum führ die Sach.
Dein’ Vater bitt,
daß er ja nicht
im Zorn mit uns woll fahren!

3. Gedenk, Herr, jetzund an dein Amt,
daß du ein Friedefürst bist,
und hülf uns gnädig allesamt
jetztund zu dieser Frist.
Laß uns hinfort
dein göttlich Wort
im Fried noch länger schallen!

4. Verdienet haben wir alles wohl
und leidens mit Geduld;
doch deine Gnad größer sein soll
denn unsre Sünd und Schuld.
Darum vergib
nach deiner Lieb,
die du fest zu uns trägest!

5. Es ist groß Elend und Gefahr,
wo Pestilenz regiert;
aber viel größer ist fürwahr,
wo Krieg geführet wird.
Da wird veracht’
und nicht betracht’
was recht und löblich wäre.

6. Da fragt man nicht nach Ehrbarkeit,.
nach Zucht und nach Gericht.
Dein Wort liegt auch zu solcher Zeit
und geht im Schwange nicht.
Drum hilf uns, Herr,
treib von uns fern
Krieg und all schädlich Wesen.

7. Erleucht auch unser Sinn und Herz
durch den Geist deiner Gnad,
daß wir nicht treiben draus ein Scherz,
der unsrer Seelen schad.
O Jesu Christ,
allein du bist,
der solchs wohl kann ausrichten.

Hope this helps [the missing verses 5 & 6 are quite pertinent after watching world events unfold over the last few months,]

Mark DeGarmeaux wrote (April 23, 2003):
Here is the complete hymn from:
Kirchenbuch für Evangelisch-Lutherische Gemeinden
Philadelphia, Pennsylvania
The United Lutheran Publication House, 1877

There are differences from the texts sent previously.

Du Friedefürst, Herr Jesu Christ
Jakob Ebert 1601

1. Du Friedensfürst, Herr Jesu Christ
Wahr Mench und wahrer Gott,
Ein starker Nothelfer du bist
Im Leben und im Tod.
Drum wir allein im Namen dein
Zu deinem Vater schreien.

2. Recht große Not uns stößet an
Von Krieg und Ungemach,
Daraus uns niemand helfen kann,
Denn du; drum führ die Sach;
Den Vater bitt, daß er ja nicht
Im Zorn mit uns woll fahren.

3. Gedenk, Herr, jetzund an dein Amt,
Daß du ein Friedfürst bist,
Und hilf uns gnädig allesamt
Jetzund zu dieser Frist.
Laß uns hinfort dein göttlich Wort
Im Fried noch länger schallen.

4. Verdient haben wir alles wohl
Und leidens mit Geduld;
Doch deine Gnad grösser sein soll
Denn unsre Sünd und Schuld;
Darum vergib nach deiner Lieb,
Die du fest zu uns trägest.

5. Es ist groß Elend und Gefahr,
Wo Pestilenz regiert;
Aber viel größer ists fürwahr,
Wo Krieg geführet wird;
Da wird veracht und nicht betracht,
Was recht und löblich wäre.

6. Da fragt man nicht nach Ehrbarkeit,
Nach Zucht und nach Bericht;
Dein Wort liegt auch zu solcher Zeit
Und geht im Schwange nicht.
Drum hilf uns, Herr, treib von uns fern
Krieg und all schädlichs Wesen.

7. Erleucht doch unser Sinn und Herz
Durch den Geist deiner Gnad,
Daß wir nicht treiben draus ein Scherz,
Der unsrer Seelen schad.
O Jesu Christ, allein du bist,
Der solchs wohl kann ausrichten.

Francis Browne wrote (April 23, 2003):
Many thanks to Pieter, Dick, Tom and Mark for their speedy and helpful replies about the hymn text. You have all proved to be, in Ebert's phrase, "Ein starker Nothelfer".

It never ceases to amaze my simple soul that it is possible to launch such obscure questions into cyberspace and then receive the answer from different parts of the world within a few hours!

Many thanks

Dick Wursten wrote (April 23, 2003):
I've got a fifth stanza (in my German Hymnbook from 1954, Gesang 391; there it's stanza number 4.)

4. Verdient haben wir alles wohl
und leidens mit Geduld;
doch grösser deine Gnad sein soll
denn unsre Sünd und Schuld;
darum vergib
nach deiner Lieb,
die du fest zu uns trägest.

Goodluck in finding the other 2

Dick Wursten wrote (April 25, 2003):
[To Francis Browne] The study of hymns and their [non, partly, changed or complete] appearance in hymnbooks through the ages is also very revealing, at least it makes me think, wonder.
F.i.
- Why is the complete hymn present in the lutheran hymnbook of Pennsylvania in 1877 and completely absent in the 'Evangelisches Gesangbuch' (Rheinland) 1900 ?
- Why does the hymn return with 5 stanzas in the same hymnbook of 1954 and
- Why is it again reducedto three stanzas in the most recent version of the same hymnbook (1993).

To study the faith of the 'ordinary people' hymnbooks are IMO the most revealing sources.

Also interesting is the fact that Bach is conservative in the choice of the hymns he uses in his cantatas (he prefers the 16th and 17th century hymns). He even has a conflict about it in the end of the 1720's with the sub-deacon, who wanted to choose himself the hymns before and after the sermon... this deacon (Gaudlitz) had a preference for modern hymns, which were not printed in the offical hymnbook of Leipzig (the Dresdner Gesangbuch). Bach is outraged and opposes it vehemently. Question: why ? Because of the contents, the melody ? Or is it an ordinary power-struggle (the choice of the hymns is a traditional privilege of the cantor). Interesting question.

 

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